Product
Carbon Footprint
CO₂ entlang des gesamten Produktlebenszyklus berechnen, nach ISO 14067, für Ausschreibungen, Kund:innenanfragen und Klimaziele.
Warum PCF?
Kund:innen fragen nach.
Haben Sie die Antwort?
Immer mehr Großunternehmen, öffentliche Auftraggeber und internationale Kund:innen verlangen produktspezifische CO₂-Daten, oft als Voraussetzung für Lieferverträge oder Ausschreibungen.
Der Product Carbon Footprint (PCF) nach ISO 14067 ist die international anerkannte Methode, um den CO₂-Fußabdruck eines einzelnen Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus zu berechnen, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.
Lebenszyklus-Phasen
Upstream
Rohstoffe
Rohstoffgewinnung, Vorverarbeitung und Transport zu Ihrem Unternehmen. Oft der größte Hotspot: Primärstahl verursacht rund 1,8 kg CO₂e/kg, Recycling-Stahl nur ca. 0,4 kg CO₂e/kg.
Core
Produktion
Energieverbrauch, Maschinen, Hilfsstoffe und Abfall im eigenen Betrieb. In Österreich werden Scope-2-Emissionen mit dem UBA-Faktor 0,152 kg CO₂e/kWh Strom berechnet.
Distribution
Logistik
Transport, Verpackung und Zwischenlagerung bis zum Kunden. LKW-Transport emittiert ca. 0,09 kg CO₂e/tkm; Luftfracht das 50-fache, was bei globalen Lieferketten den PCF stark beeinflusst.
Downstream
End-of-Life
Nutzungsphase, Entsorgung, Recycling und Rückgewinnung. Bei Produkten mit langer Nutzungsdauer oder energieintensivem Betrieb kann diese Phase 40–60 % des Gesamt-PCF ausmachen.
Beispiel: Metallbauteil
Leistungsumfang
Was Sie erhalten
PCF-Bericht nach ISO 14067
Vollständige produktspezifische CO₂-Bilanz, normkonform nach ISO 14067 und GHG Protocol Product Standard, prüfbar und für externe Kommunikation geeignet. Der Bericht ist so aufgebaut, dass er direkt als Nachweis in Ausschreibungen und gegenüber Kund:innen verwendet werden kann.
Hotspot-Analyse
Wir identifizieren, welche Lebenszyklusphasen den größten CO₂-Anteil haben und wo das größte Reduktionspotenzial liegt. So wissen Sie, ob Lieferantenwechsel, Materialsubstitution oder Prozessoptimierung im eigenen Betrieb die größte Wirkung entfalten.
Datenerhebungs-Kit
Vorgefertigte Fragebögen für Lieferanten und interne Teams, sodass kein aufwändiges Daten-Sammeln im Alleingang notwendig ist. Das Kit deckt alle relevanten Scope-1-, -2- und -3-Kategorien ab und ist auf österreichische UBA-Emissionsfaktoren abgestimmt.
Kommunikationsmaterial
Aufbereitete Kennzahlen und Visualisierungen für Produktkataloge, Ausschreibungen, Investor:innen und Kund:innenanfragen. Das Material ist so gestaltet, dass es die Anforderungen der EU-Richtlinie zu Green Claims erfüllt und keine unzulässigen Pauschalaussagen enthält.
Digital Product Passport Vorbereitung
Der PCF liefert die CO₂-Daten, die ab 2027 als Pflichtfelder im Digitalen Produktpass (DPP) nach ESPR-Verordnung gefordert werden. Für Batterien gilt dies bereits früher: Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 schreibt den CO₂-Fußabdruck pro kWh als Pflichtangabe im Batteriepass vor.
Reduktionsfahrplan
Konkrete Maßnahmen und Meilensteine, um den Produkt-CO₂-Fußabdruck systematisch zu senken, priorisiert nach Wirkung und Umsetzbarkeit. Der Fahrplan orientiert sich an SBTi-konformen Absenkpfaden und liefert Argumente für interne Budgetentscheidungen.
Vorgehen
Von den Daten
zum PCF-Bericht.
Scoping & Systemgrenze
Gemeinsam legen wir fest, welche Produktvarianten berechnet werden, welche Lebenszyklusphasen nach ISO 14067 relevant sind und welcher Detailgrad benötigt wird. Wir klären dabei auch, ob eine Cradle-to-Gate- oder Cradle-to-Grave-Betrachtung für Ihren Anwendungsfall sinnvoller ist.
Datenbeschaffung
Erhebung von Produktionsdaten, Einkaufsmengen, Lieferantendaten und Energieverbräuchen über unser strukturiertes Erhebungs-Kit. Wo primäre Lieferantendaten fehlen, setzen wir auf validierte Sekundärdaten aus ecoinvent sowie österreichische UBA-Emissionsfaktoren (0,152 kg CO₂e/kWh Strom, 2,58 kg CO₂e/m³ Erdgas).
Berechnung & Modellierung
CO₂-Berechnung nach ISO 14067 und GHG Protocol Product Standard mit validierten Emissionsfaktoren. Sensitivitätsanalyse, Unsicherheitsbewertung und Allokationsregeln werden transparent dokumentiert, sodass der Bericht einer externen Prüfung standhält.
Bericht & Handlungsempfehlungen
Finaler PCF-Bericht mit Hotspot-Analyse, Kommunikationsmaterial und konkretem Reduktionsfahrplan für die nächsten 12 bis 24 Monate. Auf Wunsch begleiten wir Sie bei der Einbindung der Daten in den Digitalen Produktpass oder in Ihre Lieferantendokumentation für BBG-Ausschreibungen.
FAQ
Häufige Fragen zum Product Carbon Footprint
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