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Battery Passport Light —
der digitale Batteriepass
Ab 18. Februar 2027 dürfen Elektrofahrzeug-, Leichtfahrzeug- (E-Bike, E-Scooter) und Industriebatterien über 2 kWh in der EU nur noch mit gültigem digitalem Batteriepass in Verkehr gebracht oder verkauft werden. Sustainista baut die Datenbasis dafür auf — pragmatisch, ohne eigene IT-Abteilung.
Warum jetzt?
Der Batteriepass wird zur Marktzugangsvoraussetzung — nicht zur Kür.
Die EU-Batterieverordnung (Verordnung (EU) 2023/1542) ist seit dem 17. August 2023 in Kraft. Sie verpflichtet Hersteller, Importeure und Inverkehrbringer bestimmter Batterien, deren Herkunft, Zusammensetzung, CO₂-Fußabdruck und Recyclingfähigkeit über einen digitalen, QR-Code-verlinkten Datensatz nachvollziehbar zu machen — den Batteriepass.
Betroffen sind:
- Elektrofahrzeugbatterien (Traktionsbatterien) — E-Autos, E-Transporter, elektrische Nutzfahrzeuge
- LMT-Batterien (Light Means of Transport) — E-Bikes, E-Scooter, E-Roller, unabhängig von der Kapazität
- Industriebatterien über 2 kWh — stationäre Speicher, Maschinen, Kommunikationsinfrastruktur
Das betrifft nicht nur Hersteller. Auch Händler, Importeure, Leasinggesellschaften und Refurbishment-Anbieter tragen Mitverantwortung dafür, dass die Batterien, die sie verkaufen oder verleasen, über einen gültigen Pass verfügen — spätestens beim Wiederverkauf gebrauchter E-Fahrzeuge und E-Bikes wird das zum handfesten Geschäftsthema.
Timeline im Überblick
| Datum | Was passiert |
|---|---|
| seit 18. Februar 2024 | EU-Batterieverordnung in weiten Teilen wirksam |
| ab 1. Januar 2026 | erste Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten für alle Marktakteure |
| ab August 2026 | erweiterte Kennzeichnungspflichten (Kapazität, Lebensdauer, chemische Zusammensetzung, CO₂-Leistungsklasse) |
| bis ca. Juli 2026 | EU richtet zentrales Produktpass-Register ein |
| ab 18. Februar 2027 | Batteriepass verpflichtend für EV-, LMT- und Industriebatterien >2 kWh |
| ab 18. August 2027 | erweiterte Sorgfaltspflichten für große Wirtschaftsakteure (>40 Mio. € Konzernumsatz) |
| ab 18. August 2028 | Mindestanteil an recyceltem Kobalt, Lithium, Nickel, Blei |
Teile der Verordnung — insbesondere die exakte CO₂-Berechnungsmethodik und einzelne Übergangsfristen — werden derzeit über delegierte Rechtsakte konkretisiert. Wir halten diese Seite laufend aktuell.
Ein digitales Gedächtnis
für jede einzelne Batterie
Der Batteriepass ist kein einmaliges Zertifikat, sondern ein Datensatz, der über den gesamten Lebenszyklus der Batterie mitgeführt und aktualisiert wird — von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling. Zugänglich über einen QR-Code oder Datamatrix-Code auf der Batterie oder dem Endgerät.
Laut Anhang XIII und Art. 77 der Batterieverordnung umfasst der vollständige Datensatz rund 80 bis 90 Attribute, gegliedert in:
- Allgemeine Batterie- und Herstellerinformationen — Modell, Seriennummer, Hersteller, Kategorie
- Materialzusammensetzung & kritische Rohstoffe — Herkunft, Anteile, Recyclatgehalt
- CO₂-Fußabdruck — Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, Einordnung in Leistungsklassen
- Leistungs- und Haltbarkeitsdaten — Kapazität, State of Health, Ladezyklen, erwartete Lebensdauer
- Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette — Sorgfaltspflicht-Nachweise, Herkunftsnachweise
- Reparatur, Wiederverwendung, Recycling — Demontagehinweise, Second-Life-Eignung, Entsorgungsdaten
Die Speicherung erfolgt dezentral bei den verantwortlichen Wirtschaftsakteuren, nicht zentral bei der EU. Die Aktualisierungspflicht kann vertraglich an Dritte übertragen werden — etwa an spezialisierte Dienstleister wie Sustainista.
Beispiel — Battery Passport Light
Für wen ist das relevant?
EV-Gebrauchtwagenhändler & Autohäuser
Der Akku entscheidet über Vertrauen, Preis und Wiederverkaufswert eines gebrauchten E-Autos. Ein digitaler Batteriepass mit State-of-Health-Daten macht diesen Wert erstmals objektiv nachvollziehbar — statt reiner Verkäuferaussage.
E-Bike-Refurbisher & Verleihbetriebe
Saisonale Rückläufer, Leasingrückläufer, Verleihflotten: Akkuzustand ist das zentrale Verkaufs- und Vertrauensargument beim Weiterverkauf. Ein strukturierter Nachweis ersetzt das bisherige "vertrauen Sie mir".
Leasinggesellschaften & Flottenbetreiber
Restwertbestimmung, Rückgabeprozesse und Zweitverwertung von E-Fahrzeugflotten brauchen belastbare, prüfbare Batteriedaten — nicht erst ab 2027, sondern schon heute als Wettbewerbsvorteil.
Produzenten von Industriebatterien & stationären Speichern
Batterien über 2 kWh für Maschinen, Energieerzeugung oder Kommunikationsinfrastruktur fallen direkt unter die Passpflicht — unabhängig vom Endkundensegment.
Für Händler, Refurbisher und Produzenten ohne eigene Compliance-Abteilung
Batteriepass-Check: Sind Sie ready für 2027?
Kostenloser Selbstcheck — direkt zum Download, ohne E-Mail-Adresse, ohne Anmeldung. In wenigen Minuten herausfinden, ob und in welchem Umfang Ihr Unternehmen von der Batteriepass-Pflicht betroffen ist und wo aktuell die größten Datenlücken liegen.
Zum Batteriepass-CheckLeistungsumfang
Was Sie erhalten
Betroffenheitsanalyse
Klärung, ob und welche Ihrer Produkte unter EV-, LMT- oder Industriebatterie-Kategorie fallen und welche Fristen für Sie konkret gelten.
Datenaudit & Lückenanalyse
Wir erheben, welche der ca. 80–90 geforderten Attribute bereits vorhanden sind — aus ERP, Lieferantendaten, Prüfprotokollen — und wo Lücken bestehen.
State-of-Health- & Zustandsdokumentation
Strukturierte Erfassung von Kapazität, Ladezyklen und Batteriezustand als Verkaufs- und Vertrauensargument, insbesondere für Gebrauchtfahrzeuge und Refurbishment.
Lieferantendaten-Prozess
Standardisierte Abfrage von Material- und Herkunftsdaten bei Zell- und Batterieherstellern, automatisiert statt manuell per E-Mail.
QR-Code & digitale Bereitstellung
Technische Umsetzung des Passes inklusive QR-Code-/Datamatrix-Verknüpfung und gestuftem Zugriff für Käufer:innen, Werkstätten und Behörden.
Fördercheck
Prüfung, ob die Umsetzung über aws, FFG oder Landesförderungen mitfinanziert werden kann.
Vorgehen
Von der Betroffenheit
zum veröffentlichten Pass.
Betroffenheit & Scope klären
Welche Batterien, welche Fristen, welche Datenpunkte betreffen Sie konkret.
Datenaudit
Vorhandene Daten aus ERP, Lieferantenunterlagen und Prüfprotokollen erfassen, Lücken sichtbar machen.
Datenmodell aufbauen
Strukturierte, EU-konforme Datenbasis je Modell-, Batch- und Item-Ebene.
Pass erstellen & veröffentlichen
QR-Code-verlinkter Batteriepass, bereit für Käufer:innen, Werkstätten und Behörden.
Aktualisierung
State-of-Health, Ladezyklen und Zustandsdaten werden über den Lebenszyklus der Batterie fortlaufend aktualisiert.
Einordnung
Der Batteriepass ist der erste verpflichtende Digitale Produktpass.
Die EU führt den Digitalen Produktpass schrittweise über Produktkategorien ein. Batterien kommen zuerst: Ab 18. Februar 2027 greift die Pflicht nach EU-Batterieverordnung 2023/1542, während Textilien, Elektronik und Möbel über die ESPR erst zwischen 2027 und 2030 folgen.
Technisch ist ein Batteriepass damit kein Sonderfall, sondern die erste scharf gestellte Ausprägung derselben Infrastruktur — dieselbe Datenstruktur, dieselbe API, derselbe QR-Code-Mechanismus. Wer den Batteriepass sauber aufsetzt, hat die Grundlage für alle weiteren Produktkategorien bereits gelegt.
Preise
Dieselben Preise
wie für jeden Digitalen Produktpass.
Ein Batteriepass ist technisch eine DPP-Veröffentlichung und wird genauso abgerechnet. Kein Aufschlag, keine eigene Preisliste.
Free
€ 0
5 Batteriepässe zum Kennenlernen, ohne Jahresvertrag.
Core
€ 990/ Jahr
Produktivbetrieb mit REST-API, Massenimport und Versionshistorie.
Enterprise
€ 2.900/ Jahr
Größere Portfolios, Rollen und Governance, SAP-Connector als Add-on.
Die Veröffentlichung wird nutzungsabhängig verrechnet: die ersten 5 kostenlos, danach € 0,05 je Pass bis 10.000, € 0,01 von 10.001 bis 100.000 und € 0,005 darüber. Für bereits veröffentlichte Pässe fällt keine wiederkehrende Gebühr an.
Die Einrichtung läuft über uns, nicht über ein Anmeldeformular.
Es gibt keine Selbstregistrierung. Wir richten Ihren Zugang, die Datenstruktur für Ihre Batteriekategorie und die technische Anbindung gemeinsam im Erstgespräch ein — inklusive der Frage, welche Pflichtfelder Sie heute schon liefern können und wo noch Daten fehlen. Erst danach entstehen laufende Kosten.
Forschungsbasis
Aus dem Forschungsprojekt PACE-DPP.
Sustainista ist Konsortialpartner von PACE-DPP, koordiniert von Virtual Vehicle und gefördert von BMK, FFG, BMWK und DLR-PT. Aus diesem Projekt stammt die Fachpublikation „Datenbasierte Infrastruktur für zirkuläre Geschäftsmodelle“ in der ATZ – Automobiltechnische Zeitschrift, Ausgabe 5/2026 (Springer Fachmedien), mit Fokus auf die batteriewirtschaftliche Anwendung ab 2027.
15 Partner & Institutionen
Vertraut von führenden Unternehmen, Fördergebern und Institutionen
FAQ
Häufige Fragen zum Batteriepass
Ab 18. Februar 2027 für Elektrofahrzeug-, LMT- (E-Bike, E-Scooter) und Industriebatterien über 2 kWh. Erste Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten gelten bereits seit 1. Januar 2026, erweiterte Kennzeichnungspflichten ab August 2026.
Die Hauptverantwortung liegt beim Inverkehrbringer — meist der Marke auf dem Produkt. Händler, Leasinggesellschaften und Refurbisher tragen aber praktische Mitverantwortung, insbesondere beim Wiederverkauf gebrauchter E-Fahrzeuge, wo Batteriedaten zum zentralen Verkaufsargument werden.
Der Batteriepass ist die erste verpflichtende Ausprägung des Digitalen Produktpasses, der EU-weit im Rahmen der Ökodesign-Verordnung (ESPR) schrittweise auf weitere Produktkategorien ausgeweitet wird. Wer jetzt Batteriedaten strukturiert, baut die Basis für spätere DPP-Pflichten in anderen Produktbereichen gleich mit auf.
Die eigentliche Passpflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße für alle betroffenen Batterien. Nur die zusätzliche, umfangreichere Sorgfaltspflicht nach Art. 48 ff. betrifft ausschließlich Unternehmen mit mehr als 40 Mio. € Konzernumsatz — für die meisten KMU somit nicht relevant.
Abhängig vom Umfang der bereits vorhandenen Daten und der Anzahl betroffener Batterie- bzw. Fahrzeugmodelle. Der kostenlose Selbstcheck gibt eine erste Einschätzung, danach folgt ein individuelles Angebot.
Nein. Sustainista übernimmt Datenmodell, technische Umsetzung und QR-Code-Bereitstellung — ohne dass intern eine eigene Software- oder Compliance-Abteilung aufgebaut werden muss.
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stefan.bauer@sustainista.net30 Min. kostenloses Erstgespräch
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